Die Vorfreude war groΓ, die Fehlerquote leider hΓΆher. Gegen stark aufspielende Hamburg SHARKS gab es ergebnistechnisch fΓΌr die M16-1 von Anastasios Reizoglou zum Saisonauftakt nichts zu holen.
93:68 – aus Sicht der SHARKS – stand am Ende auf dem Scoreboard in der HΓKO und dieses Ergebnis war auch in der HΓΆhe mehr als verdient fΓΌr die GΓ€ste. Nach einem nervΓΆsen Start von beiden Teams stand es nach zwei Minuten 0:2 aus Bramfelder Sicht. AnschlieΓend gelang es zumindest einem der beiden Teams die anfΓ€ngliche Unsicherheit abzulegen und konstant mit dem Punkten zu beginnen. WΓ€hrend Reizoglous Team weiterhin keinen Zugriff auf das Spiel bekam, gelang den SHARKS ein 13:3-Run, gekrΓΆnt von einem erfolgreichen drei Punkte Wurf, der ihnen bereits nach fΓΌnf Minuten die erste zweistellige FΓΌhrung einbrachte. Dies schien wie ein Weckruf. Die Bramfelder punkteten in direkter Folge mit zwei einfachen Punkten, setzen bis zum Ende des ersten Viertels zehn weitere Punkte nach und gewΓ€hrten dem Gegner nur weitere sechs, sodass es nach dem ersten Viertel 15:21 stand.
Im zweiten Viertel war von diesem Weckruf aber nicht mehr viel ΓΌbrig. Die Bramfelder spielten nun wieder hektisch und wenig strukturiert wie zu Beginn, offenbarten in der Verteidigung β insbesondere bei der Reboundarbeit am defensiven Brett und dem Umschaltverhalten von Offensive auf Defensive β gravierende SchwΓ€chen, was der Gegner gekonnt bestrafte. Zwischenstand zur Halbzeit: 33:51
Die zweite Halbzeit gestaltete sich zu Beginn ausgeglichen. Man merkte den Bramfeldern an, dass diese nicht gewillt waren, das Spiel bereits abzuschenken. Nach drei Minuten stand es 57:38. Danach folgte ein Bramfelder 8:2-Run. Die FΓΌhrung der SHARKS schmolz auf dreizehn Punkte. In der HΓKO kam auf Seiten der Heim-Fans die Hoffnung auf, dieses Spiel nochmal enger gestalten zu kΓΆnnen. Eine Hoffnung jedoch, die allzu schnell verschwand. Die zu foulastige Verteidigungsarbeit der Bramfelder, die den GΓ€sten in Folge viele Β΄einfacheΒ΄ Punkte von der Linie ermΓΆglichten und das offensive UnvermΓΆgen, sorgten dafΓΌr, dass die SHARKS dem Bramfelder Lauf ihrerseits ein 9:2 Run bis Ende des Viertels entgegensetzten. Zwischenstand nach dem dritten Viertel: 48:68
Die Bramfelder hatten im vierten Viertel weiterhin schwer mit der QualitΓ€t des Gegners zu kΓ€mpfen. Zum einen erlaubten die SHARKS kein Bramfelder-Herankommen mehr, anderseits scorten die GΓ€ste selbst fast nach Belieben. In der 33. Minute offenbarte ein Blick aufs Scoreboard, fΓΌr alle, die es mit der Heimmannschaft hielten, nichts Gutes. Die SHARKS waren auf 28 Punkte Vorsprung enteilt. Reizoglou reagierte, stellte das Spiel fΓΌr die verbleibenden Minuten in einer Auszeit neu ein, sodass zumindest die Restzeit ausgeglichener verlief und eine noch hΓΆhere Niederlage verhindert werden konnte.Β Endergebnis: 68:93
Fazit: FΓΌr die GΓ€stemannschaft ein verdienter Sieg, fΓΌr die Heimmannschaft eine Menge zu verbessern. Zweifelhaft, ob sich die beiden Teams in dieser Saison nochmal begegnen werden. Die SHARKS sind in dieser Form ein klarer Hauptrundenkandidat. Die Bramfelder werden sich in der heutigen Verfassung eher in der Relegationsrunde wiederfinden. Positiv hervorzuheben ist, dass sie Charakter bewiesen haben. Es wurde nicht aufgegeben und das sollte fΓΌr die kommenden Aufgaben Mut machen. Das diese bereits vor der TΓΌr stehen, zeigt ein Blick in den Spielplan. Kommenden Sonnabend, den 14.10. geht es auswΓ€rts gegen den EBC Rostock und am kommenden Sonntag, den 15.10. steht bereits das nΓ€chste Heimspiel und Derby an. Um 11:00 Uhr sind dann die PIRATEN Hamburg in der HΓKO zu Gast. Es wird spannend zu beobachten sein, welche Reaktion die M16-1 nach einer Trainingswoche zeigen kann. Ein Besuch in der HΓKO lohnt kommenden Sonntag aber allemal. Wenn nicht sportlich, dann kulinarisch. Die Cafeteria prΓ€sentierte sich anderes als die Heimmannschaft bereits bundesligareif.

